FAQ
Häufig gestellte Fragen
Kunden fragen oft nach einer Tasche in einer bestimmten Größe und geben dabei das Zielgewicht an. Die Produkte haben sehr unterschiedliche Schüttgewichte. Ein 1000-kg-Sack kann ein Fassungsvermögen von 200 Litern oder 2500 Litern haben. Daher ist die grundlegende Information bei der Entwicklung von Spezifikationen das Schüttgewicht des verpackten Produkts. Auf dieser Basis können wir das Fassungsvermögen des Beutels für das gewünschte Gesamtverpackungsgewicht berechnen. Nach Auswahl des Palettentyps, z.B. EURO, wir können die Höhe der Tasche bestimmen.
Die meisten Taschen haben eine Tragfähigkeit von bis zu 1000 kg, das ist der beliebteste Wert. Es ergibt sich auch aus der Tatsache, dass ein LKW in der Regel maximal 24 Paletten, also 24 Säcke, also 24 Tonnen, fasst. Selbstverständlich werden Big Bags auch mit einer Tragfähigkeit von 1.500 kg, 2.000 kg und noch mehr produziert.
Das ist der Sicherheitsfaktor. Kurz gesagt: Sie sagt aus, wie lange die Verpackung dem Reißtest standhält. SF 5:1 bedeutet, dass der 1000-kg-Sack min. 5000 kg. Dies ist der Mindestfaktor für Big Bags. Der mit SF 5:1 gekennzeichnete Beutel ist für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Beutel mit der Kennzeichnung SF 6:1 können mehrfach verwendet werden. Mit SF 8:1 gekennzeichnete Taschen sind für den intensiven wiederholten Gebrauch vorgesehen und können repariert werden. Letztere werden selten verwendet.
Die Normen legen nicht fest, wie oft die Verpackung verwendet werden kann. Dies hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel: Belastbarkeit der Verpackung, Arbeitsbedingungen, Art der verpackten Materialien. Es ist wichtig, dass der Zustand der Beutel überwacht wird, insbesondere im Bereich des Bodens und des Auslasskamins. Im Zweifelsfall ist es immer sicherer, eine neue Verpackung zu verwenden. Bei Lebensmittelverpackungen kommt noch die Hygiene und Sauberkeit des Beutels hinzu. Bei wiederholter Verwendung kommt es zu einem Kontakt der Produktionschargen untereinander, was zu einer Beeinträchtigung der Produktqualität und mangelnder Rückverfolgbarkeit führen kann. Die Lösung in solchen Fällen kann die Verwendung von Einweg-Folieneinlagen sein. Der Beutel kann mehrere Zyklen durchlaufen, während die Einlagen als Einwegbarriere dienen.
Manchmal kann es vorkommen, dass sich der Big Bag nur schwer entleeren lässt, weil die Ware zum Verklumpen neigt oder im unteren Schornstein hängen bleibt. In solchen Fällen kann ein breiter Auslasskamin oder beispielsweise ein kegelförmiger Boden verwendet werden. Der letzte Ausweg ist eine Verpackung mit einem Boden in Form einer Schürze. Allerdings kann diese Lösung bei Gütern mit hohem Schüttgewicht problematisch sein.
Zwei Faktoren beeinflussen, ob eine Tüte für die Lebensmittelverpackung geeignet ist oder nicht. Die erste Frage betrifft, ob die verwendeten Komponenten den Anforderungen für den Kontakt mit Lebensmitteln entsprechen. Dies hängt mit dem Gehalt an Schwermetallen oder den Ergebnissen zur spezifischen und globalen Migration zusammen. Auch die organoleptischen Eigenschaften sind wichtig, d. h. ob der Kontakt eines Lebensmittelprodukts, z. B. mit dem Stoff eines Big Bag, den Geschmack oder Geruch des Produkts beeinflusst. Viele Kunden berücksichtigen nur den ersten Faktor und vergessen dabei, dass die Bedingungen, unter denen Big-Bag-Verpackungen hergestellt werden, ebenso wichtig sind. Die Herstellung von Big Bags basiert immer noch auf menschlicher Arbeit und manuellen Prozessen, daher gibt es zahlreiche Gefahren hinsichtlich physikalischer, chemischer und mikrobiologischer Kontamination. Eine notwendige Voraussetzung ist daher, dass Big Bags unter kontrollierten Bedingungen hergestellt werden und ein Hygienemanagementsystem implementiert ist. Solche Produzenten arbeiten auf Basis von Lebensmittelstandards wie ISO 22000 oder BRC. Erst wenn diese beiden Bedingungen erfüllt sind, ist die Verpackung im Sinne einer Lebensmittelverpackung unbedenklich und der Big Bag ist der sogenannte Big Bag Big Bags in Lebensmittelqualität. Die Verpackung kann die erste Bedingung erfüllen, d. h. aus für Lebensmittelverpackungen geeigneten Komponenten bestehen, Big Bags können jedoch unter Bedingungen hergestellt werden, bei denen ein hohes Risiko einer Kontamination besteht, z. B. durch Fadenreste, Haare, Schimmel oder Bakterien.
Viele Unternehmen der Lebensmittelindustrie wählen für die Verpackung ihrer Produkte Big-Bag-Modelle, die nur aus Stoff bestehen und oft mit versiegelten Nähten beschichtet sind. Dies ist eine preisgünstige Variante, die auch im Hinblick auf Funktionalität und Recycling geschätzt wird (so ein Big Bag besteht zu 100 % aus Polypropylen). Bitte bedenken Sie jedoch, dass sie nicht ohne Mängel sind. Erstens handelt es sich hinsichtlich der Barriereeigenschaften um eine eher primitive Verpackung (die Elemente werden durch Nähen verbunden und die Nadellöcher werden mit einem speziellen Dichtmittel gefüllt). Auch in puncto Sauberkeit sind sie nicht mit Verpackungen zu vergleichen, die mit einer Einlage ausgestattet sind. Insbesondere bei Waren mit Feinanteil, z. B. Milchpulver oder Stärke, empfehlen wir die Verwendung von Beuteln mit Einlagen. Dies ist auch wichtig, wenn Produkte verpackt werden, die auf dem Seeweg transportiert werden oder über einen längeren Zeitraum gelagert werden sollen. In solchen Fällen sollte die Tasche mindestens mit einer Einlage aus Polyethylen (PE) ausgestattet sein. Anspruchsvollere Produkte, die empfindlich auf Feuchtigkeit (Verklumpung), Gerüche (Aromaverlust) und Sauerstoff reagieren (was z. B. zum Abbau von Fettsäuren führt), sollten in Einlagen aus höherwertigen Folien oder Laminaten verpackt werden, die z. B. Polyamid, EVOH, PET oder Aluminium enthalten. Die Abneigung einiger Kunden gegenüber Einlagen ist zum Teil auf historische Erfahrungen zurückzuführen, als Einlagen in Beutel gesteckt wurden und nur eine einfache Hülle darstellten. Diese Konstruktion könnte dazu führen, dass sich der Einsatz beim Packen verschiebt und beim Ausgießen herausfällt, oder im Gegenteil, es könnte auch den Auslasskamin verstopfen. Diese Bedenken sind nicht mehr berechtigt, da derzeit hergestellte Liners in Schornsteinen profiliert sind, sodass ihre Form und Abmessungen die Form des äußeren Big-Bags widerspiegeln. In Kombination mit der Montage des Liners durch Einkleben oder Einnähen wird dieser zu einem integralen Bestandteil der Tasche. Das Packen und Entleeren eines solchen Big Bags unterscheidet sich grundsätzlich nicht von Big Bags ohne Einsatz.
Big Bags, umgangssprachlich antistatisch genannt, sind solche, die vor den negativen Auswirkungen elektrostatischer Entladungen schützen, die im Extremfall beim Befüllen oder Entleeren der Big Bags zu einer Explosion führen können. Beim Befüllen und Entleeren von Big Bags kommt es zu elektrostatischer Aufladung. Wenn das verpackte Produkt oder die Atmosphäre um es herum eine ausreichend niedrige Mindestzündenergie (MEZ) aufweist, kann es beim Überspringen des Funkens zu einer Explosion kommen. Die meisten in Big Bags verpackten Produkte können in Big Bags vom Typ A verpackt werden, die keinen Schutz vor statischer Elektrizität bieten. Der Faktor, der dies bestimmt, ist die minimale Zündenergie. Bei niedrigen Werten dieses Parameters (Einzelheiten in der Norm IEC 61340-4-4) müssen Big Bags vom Typ B (antistatisch) oder fortschrittlichere Modelle wie Typ C Big Bags (dissipativ, die eine Erdung erfordern) oder D Big Bags (dissipativ, die keine Erdung erfordern) verwendet werden. Es kommt vor, dass Kunden die falschen Big-Bag-Typen verwenden. Das liegt manchmal an Unwissenheit, manchmal an Gewohnheit („Wir haben immer so große Säcke benutzt und es hat noch nie einen Unfall gegeben“). Bedenken Sie bitte, dass die Tatsache, dass es bisher keine Explosion gegeben hat, nicht bedeutet, dass die Explosion sicher ist.
Big Bags vom Typ B, C und D können mit Einlagen ausgestattet werden. Bedenken Sie jedoch, dass ebenso wie der Big Bag selbst eine entsprechende Konstruktion erfordert, auch Folien eine spezielle Zusammensetzung (Rezeptur) erfordern. Üblicherweise werden antistatische (auch permanent antistatische) oder elektrostatisch ableitende Folien verwendet.
Als gefährliche Stoffe gelten die sogenannten UN-Codes wie die beliebte UN 3077 können in Big Bags verpackt werden. Natürlich nicht alle sogenannten Im ADR-Buch aufgeführte UN-Codes können in Big Bags verpackt werden, einige Produkte erfordern z. B. eine starre Kunststoff- oder Metallverpackung. Wenn ein bestimmter Stoff die Verwendung eines Big Bags zulässt, kann der Hersteller eine Verpackung konzipieren, die hinsichtlich Volumen, Schüttgewicht und angestrebter Belastbarkeit der Verpackung maßgeschneidert ist. Bitte beachten Sie, dass die Verpackung vollständig gefüllt sein sollte. Ein UN-zertifizierter Big Bag hat eine stärkere Struktur als ein Standard-Big Bag, was vor allem auf die viel höheren Anforderungen an die Haltbarkeit zurückzuführen ist. Bei der Zertifizierung durchläuft die Tasche sechs verschiedene Tests. Am schwierigsten ist es normalerweise, den Beutel aus großer Höhe fallen zu lassen (abhängig von der Toxizität des Produkts, z. B. Verpackungsgruppe II oder III, variiert diese Höhe, je giftiger das Produkt, desto höher die erforderliche Höhe). UN-zertifizierte Taschen sollten korrekt gekennzeichnet sein, was auch im ADR-Buch streng vorgeschrieben ist. Es ist zu beachten, dass einige UN-Codes, wie z. B. der UN-Code 3077, erfordern, dass die Tasche mit einer Einlage (Liner) ausgestattet ist. Beim Kauf von Beuteln mit UN-Kennzeichnung sollten wir immer prüfen, ob der Verpackungshersteller über ein aktuelles Zertifikat verfügt.
Mittlerweile ist es möglich, Big Bags, Oktabins oder andere große Behälter im Vakuum oder unter Einsatz von Inertgasen kollektiv zu verpacken. Paktainer bietet Big Bags, Liners oder Hauben an, die mit speziellen Ventilen ausgestattet sind und auf der von VQM Packaging entwickelten Technologie basieren. Es ermöglicht Ihnen, schnell ein Vakuum zu erzeugen oder den Inhalt z.B. mit Stickstoff zu „spülen“. Ziel solcher Maßnahmen ist meist die Reduzierung des Sauerstoffgehalts in der Verpackung, was zu einer längeren Haltbarkeit führt und die Technologie und Produktionsprozesse auf Kundenseite radikal verändern kann. Durch das Vakuum kann der Kunde außerdem das Volumen des verpackten Produkts deutlich reduzieren und unerwünschte Prozesse wie die Entstehung von Schimmel oder Pilzen verhindern. Nutznießer dieser Lösungen sind beispielsweise Produzenten von Kaffee, Tee, Samen, Hanf und Nüssen.